
Hier sind sie wieder, am Ende des Sommers, die Kürbisse.
Jetzt zu Beginn des Herbstes sind sie wieder allgegenwärtig, in den verschiedensten Formen, Größen und Farben.
Sie werden gerne als Dekoration verwendet (spätestens zu Helloween) und eigenen sich alle hervorragend für köstliche Gerichte.
Der Name “Kürbis” stammt vom lateinischen corbis=Korb ab. Die Römer trockneten und höhlten die Früchte aus und benutzten sie als Gefäße.
Botanisch hat der Kürbis den Namen “Panzerbeere”, da er die Pflanze mit den größten Beeren und Samen ist.
Schon vor über 9000 Jahren bauten Indios in Mexiko und Peru Kürbisse an.
Später brachte dann Kolumbus die Samen des Kürbis nach Europa.
Im Osten Afrikas haben Archäologen Kürbiskerne aus dem Jahre 850 vor Christus ausgegraben.
Den Menschen in den Ländern keltischen Ursprungs benutzten den Kürbis als Laterne, um die geheimnisumwitterte Nacht vor Helloween/Allerheiligen zu erhellen.
Im Kürbis stecken reichlich Provitamin A, B-Vitamine und Mineralstoffe, er wirkt gegen Übersäuerung und entwässert.
Die Kerne enthalten rund 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren und das immunstimulierende Spurenelement Selen.
Das dunkelgrüne Öl aus gerösteten Kürbiskernen ist besonders aromatisch und wirkt nachweislich vorbeugend gegen Prostatakrebs.
Aufbewahren kann man Kürbisse am besten anfangs an einem trockenen Platz an der frischen, kühlen Herbstluft, später lagert man diese an einem trockenen, kühlen Platz im Keller.
Die Zierkürbisse sehen zwar interessant aus, sind aber wegen des meist bitteren Fleisches ungenießbar. Sind diese außen unverletzt, trocknen sie innen aus und halten sich jahrelang.
Gefüllter Kürbis mit Couscous
Zutaten:
1 Kürbis (2 kg)
250 g Couscous
1 EL Butter
400 g Pilze (Champignons oder auch Pfifferlinge)
2 Zwiebeln
2 rote Pfefferschoten
1 ½ Bund Frühlingszwiebeln
4 EL Olivenöl
1 unbehandelte Limette
Salz
Pfeffer aus der Mühle
150 g Crème fraîche
250 g Schmand
Pflanzenöl zum Einpinseln des Kürbis
Zubereitung:
Den Deckel vom Kürbis abschneiden. Die Kerne und weichen Fasern herausschaben. Kürbis innen mit Salz einreiben und dann 30 Minuten über Kopf auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Couscous in kochendes Wasser (Menge nach Herstellerangaben) einrühren, Butter zufügen und circa 10 Minuten ausquellen lassen.
Pilze, Zwiebeln und Pfefferschoten putzen und klein schneiden.
Ein Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Pilze darin anbraten, Zwiebeln und Pfefferschoten zugeben und andünsten. Zuletzt Frühlingszwiebeln und Schale der Limette untermischen, alles salzen und pfeffern. Gemüse mit Couscous und Crème fraîche mischen.
Den Kürbis innen mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Couscousmasse in den Kürbis füllen und glatt streichen.
Kürbis und den Deckel rundherum mit etwas Öl einpinseln.
Ein Blech mit Alufolie auslegen und den Ofen auf 190 Grad Celsius vorheizen. Den Kürbis auf mittlerer Schiene 1½ Stunden garen. Kürbisdeckel nach 30 Minuten mit der Schale nach oben ebenfalls auf das Blech legen. Erst am Ende der Garzeit wird der Deckel auf den Kürbis gelegt.
Die restlichen Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
Schmand mit Limettensaft, Salz und Pfeffer verrühren und mit den Frühlingszwiebeln zu einem Dipp vermischen.
Zum Servieren den ganzen Kürbis auf den Tisch stellen. Mit einem Löffel zunächst die Couscousfüllung, dann das innere Kürbisfleisch verteilen. Dazu den Frühlingszwiebeldipp reichen.
weitere Rezepte:
Gerösteter Kürbis (von Tim Mälzer)
Evelyns Kürbiscremesuppe
Kürbis mit Krabbenfüllung
Asienduftende Kürbiscremesuppe
2 Kommentare
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kommentiert am 7. Oktober 2006, um 17:44 [ # ]
1Hallo,
Ich hatte zwei Fragen:
Wie kommt man am einfachsten an die Kürbis Kerne: 1. Muss man sie zuerst troknen lassen und danach schÄlen, oder einfach sie im Wasser lassen bis sie sich von selber öffnen?
2. Wie kann man bereits geschnitteten Kürbise bewahren: einfrieren ( so wie sie sind ) oder zuerst vorkochen und das halbfertige Produkt einfrieren?
Für eine Antwort, werde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank, Ina
Matthias // SL //
kommentiert am 8. Oktober 2006, um 17:29 [ # ]
2Hallo Ina, ich bin zwar kein Kürbis-Experte, habe aber dennoch etwas gefunden:
Kürbiskerne in höherer Anzahl gewinnen, lohnt sich für den Hausgebrauch nicht, ist zu mühsam.
Bei was-wir-essen.de gibt es allerdings eine nette Abhandlung über die Kürbis-Ernte (http://www.was-wir-essen.de/abisz/kuerbisse_verarbeitung_6425.php).
Ausgelöstes Fruchtfleisch lässt sich problemlos einfrieren, am besten lagert man den Kürbis als ganze Frucht, die optimale Lagertemperatur leigt bei ca. 13 Grad Celsius, am besten in Kellern oder kühlen Nebenräumen.
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