Da gibt es wohl eine scheinbar unverfängliche ‘Haushaltsumfrage’, bei der die teilnehmenden Befragten eine schöne Reise gewinnen können.
Ganz nebenbei stimmt man in den Teilnahmebedingungen zu, Newsletterabos von Firmenangeboten zu erhalten.
Dies ist aber noch harmlos im Vergleich zu dem Vorgehen des Reisebüros, die die Gewinnerreise stiftet:

Dieses Reisebüro ruft nämlich die Teilnehmer der Reihe nach an und bietet ihnen generös prinzipiell Rabatte auf alle Reisen an, die dieses im Programm hat, auch auf schon rabattierte Angebote wie Frühbucherrabatt.
Da diese Mehrfachrabattierungen jedoch nicht statthaft sind, hat sich das nette Reisebüro einen schönen Trick ausgedacht.


Es bietet dem zukünftigen Kunden ein Kundenkonto an, auf dem er Urlaubsgeld ansparen kann, und auf eben diesem Konto möchte man den Rabatt in Form von Gutschriften gewähren.
Nach dem Angebot, dem Kunden ausführliche Unterlagen zur Information zukommen zu lassen, gleicht der nette Berater des Reisebüros noch die Adressdaten ab, und weißt darauf hin, daß ihr Partner die Postbank sei, und möchte informationshalber das Bankinstitut des Kunden erfahren.
Was dann kommt, kann sich der Leser jetzt wohl bestimmt denken.
Jawohl, der gute Berater möchte auch die Kontonummer wissen, um gleich eine Abbuchung auf das Kundenkonto vornehmen zu können (sagt er natürlich nicht), denn zur Eröffnung eines solchen muss hier ein Startkapital eingezahlt werden.

Schön klever, eine Umfrage zu benutzen, um eine Kooperative mit der Hausbank zu nutzen, um nicht nur durch die Vermittlung von Neukunden Geld zu verdienen, sondern hierdurch neben dem Zinsgewinn der Kundenkonten auch gleichzeitig einen Neukunden durch die Erstabbuchung an sich fest binden zu wollen.

Ich möchte nicht wissen, wie viele unbedarfte Umfrageteilnehmer auf dieses neue Raubrittertum hereinfallen.