Eigentlich war es keine Überraschung, denn Rudi Carrell hat den Ernst über seinen Krankheitszustand nie heruntergespielt und ist dem Tod sogar bis zum Schluss mit Humor begegnet.
Der gebürtige Holländer wurde 71 Jahre, und prägte als einer der wenigen markanten Köpfe die Fernsehlandschaft, mit z.B.:
“Rudi-Carrell-Show” (1965-74), “Am laufenden Band” (1974-79), “Die verflixte Sieben“, “Rudis Tagesshow” (1981-1985), “Herzblatt” (ab 1987), “7 Tage, 7 Köpfe” (1996-2005).
Traurig ist sein Tod u.a. deshalb, weil seine Fernsehpräsenz auch Teil meiner Kindheit war, angefangen mit den Samstag-Abend-Shows - ja bis hin zu seinem letzten Auftritt.
Unvergessen wird auch das Lied “Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?” bleiben (zur Melodie von “City of New Orleans” von Steve Goodman).
„Es gibt keine Show im deutschen Fernsehen, in der nicht irgendetwas ist, was ich erfunden habe“
Nicht nur dies, er gilt auch sonst als großes Vorbild, u.a. für Thomas Gottschalk und Harald Schmidt.
Die traurige Wahrheit ist aber, dass es keine Nachfolger gibt, die auch nur annähernd in die Fußstapfen von Carrell oder anderer vergangener Showmaster treten könnten, außerdem gibt es in der Tat niemanden, der auch nur annähernd gute, qualitative und unterhaltsame Konzepte vorweisen kann - das meiste ist “Trash”! vor allem bei den privaten Sendern.
„Es gibt nur zwei schwere Dinge: Parken in Monte Carlo und gute Showmaster finden.“
Wie wahr!
Interview mit Rudi Carrell in der Süddeutschen.
Ein paar Artikel zum Tod von Rudi Carrell bei:
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