Das ist der bisher bekannte coole Spruch von Ricardo Tubbs aus dem ersten Trailer zu Miami Vice, der noch vor ein paar Wochen im Kino zu sehen war.

Ab morgen ist die erfolgreiche TV-Serie der 80er Jahre nun im Kino zurück, und der Regissuer ‘Michael Mann‘ hat hierfür einigen Aufwand betrieben, um seine Serie modernisiert ins neue Jahrtausend zu hieven: Coole Sprüche reißende Hauptdarsteller, härtere Action, und eine modernisierte, etwas düsterere Optik.

Der Kinofilm 'Miami Vice'

Lt. Michael Mann´s Aussage wollte er, losgelöst von den Beschränkungen der damaligen TV-Serie, die Undercover-Arbeit seiner Hauptfiguren möglichst realistischer, gefährlicher und konfliktbeladener darstellen, und hat hierfür mit Profies und einigen ehemaligen Spezialisten zusammengearbeitet, die Colin Farrell (Sonny Crockett) und Jamie Foxx (Ricardo Tubbs) auf ihre die Rollen konsequent vorbereitet und trainiert haben sollen.

Einmal abgesehen von den neuen Darstellern, kann man schon am alten und neuen Trailer sehen, dass der Kinofilm bezüglich des bekannten Flairs nichts mit der TV-Serie gemein haben wird.

Auch wenn man sich die Musikausschnitte des Soundtracks bei Amazon (USA) anhört, vermisst man gleichwohl den musikalischen Touch, da man auf jegliche Adaption bzw. den musikalischen Einfluß Jan Hammers verzichtet hat.

Hätte Man(n) nicht wenigstens eine 2006-taugliche Version des Original-Titel-Themas kreieren (lassen) können?

Einzig eine neue, härtere Variante (mir fällt kein anderer Ausdruck hierfür ein) von ‘In The Air Tonight’ gibt es.

Ich frage mich jetzt im Vorfeld, wie der Film wohl ankommen würde, wenn er im Stile der 80er gedreht worden wäre? Hätte man das nicht eher erwartet, und zieht der Kinobesucher nicht sowieso automatisch eben diese Vergleiche?

Die Serie war ein Hit, wegen des Stils, der Klamotten, etc., und besonders auch wegen der Musikeinblendungen, worum sich die Stars ja z. T. rissen.

Bei Neuverfilmungen muss man sich sowieso fragen, was für eigenartige Vorstellungen die jeweiligen Regisseure so haben mögen, und wie sie diese dann auch umsetzen, man könnte fast meinen, dass manche eine Psychotherapie versuchen:

  • Wenn man die Kritiken zum neuen ‘Superman’ liest, vergeht einem die Lust darauf.
  • Ebenfalls ein recht junges Beispiel ist ‘Poseidon’ - keine große Einführung von Charakteren… gut, es gab keine, Petersen hat sich kaum Mühe gegeben, welche zu schaffen, und bis auf die große Welle blieb der Wow-Effekt aus.
  • ‘König Arthur’ - grauenhaft, einfach grauenhaft - da hat sich Merlin bestimmt im Grabe umgedreht!
  • ‘Krieg der Welten’ war von der Umsetzung auch nicht gerade der Renner - Spielberg hin, Cruise her.
  • ‘Mission Impossible III’ hätte man sich in ‘der’ Form auch sparen können…
  • Oder ‘Drei Engel für Charly’ - der erste Teil war top!, der 2. schwächelte,
  • An die Original-Folgen von ‘Shaft’ konnte ich mich leider schon beim Anschauen der DVD nicht mehr erinnern, aber die Neuverfilmung fand ich gut.
  • Liest man die jüngsten Gerüchte über den eventuell enstehenden neuen Star Trek-Film, vergeht einem schon jetzt die Lust darauf…
  • Und es soll noch dicker kommen… mit ‘Knight Rider’, vielleicht schiebt man ja noch ‘Baywatch’ hinterher, nur lange warten darf man nicht, Pamela´s Möpse haben Verfallsdatum (eg)…
  • dann aber doch lieber das ‘A-Team’ (soll wohl im Gespräch sein)…

Keine Frage, die 80er sind immer noch in!

Trailer und die Schauspieler für die Hauptfiguren zu Miami Vice machen trotzdem Lust auf den Film, und ich werde ihn mir bestimmt ansehen, dabei werde ich versuchen keine zu großen Vergleiche zu ziehen, und keinen Megafilm erwarten.

Ich bin gespannt, ob ich einfach nur gut unterhalten werde (mit einer kleinen nostalgischen) Erinnerung…