Handgemachte Musik ist heutzutage wieder in, sogar mit deutschen Texten. Beispiele wären da Silbermond oder Juli, ja sogar Tokio Hotel.
Aber das ‘Jawl‘ hat schon Recht, wenn es in dem Artikel ‘Gitarrenhelden‘ schreibt, dass es früher anders war - ein lesenswerter Artikel, der es auf den Punkt bringt.
Rockmusik ist leider nicht mehr in - zumindest nicht so wie zur damaligen Zeit - und wenn, dann wird z.B. das Gitarrenspiel nicht im damaligen Stil zelebriert und mit Soli längst nicht mehr so auf die Spitze getrieben - und dabei ist gerade ein gutes Gitarrensolo das Salz eines guten Rocksongs oder einer guten Show.
Nicht nur das: Sowohl der Klang der jeweiligen Gitarren, als auch die Spielweise mancher Gitarristen fallen auch heute noch auf, wenn sie für Produktionen hinzugezogen werden:
So hört man Brian May´s (Queen) typischen Gitarrenklang in Musikstücken genauso heraus, wie Eddie Van Halen`s (Van Halen) typische Spielweise (s. z.B. ‘Beat i’t / Michael Jackson).
Bei Schlagzeugern ist es ähnlich: z.B. Phil Collins, Ian Paice (Deep Purple) Alex Van Halen, oder Cozy Powell (u.a. Michael Schenker Group, Whitesnake, ) haben bzw. hatten ihren eigenen Stil - hatten übrigens deswegen, weil Cozy Powell bei einem Autounfall 1998 ums Leben kam (er verlor bei einem Handytelefonat mit seiner Freundin die Kontrolle über sein Auto!).
Neben den alternden, übrig gebliebenen Musikhelden gibt es jedoch z.B. einen Gitarristen namens Doug Aldrich, der seit 2003 Leadgitarrist bei Whitesnake ist - früher selbst Fan von Deep Purple oder Whitesnake, spannt er somit eine Brücke zwischen damals und heute.
Und spielen kann der…
8 Kommentare
RSS für Kommentare dieses ArtikelsKarsten
kommentiert am 17. Januar 2007, um 19:31 [ # ]
1Für mich war Cozy Powell immer ein ganz großer Drummer. Ich weiss gar nicht wie oft ich das Live-Album von RAINBOW früher gehört habe. Hach, wird echt Zeit, dass ich mir mal wieder eine Nadel für meinen Plattenspieler besorge.
Violine
kommentiert am 17. Januar 2007, um 19:50 [ # ]
2Ich kenne mich mit diesen Musikhelden nicht so aus, aber ich habe den Eindruck, diese Musik aus dieser Zeit, die ist direkter und ehrlicher.
Ich hab’ die “Pik Sibbe”-CD (hab ich mir später als CD besorgt, damals hatte ich das als MC) von BAP wieder gehört. Die treffen den Nagel auf den Kopf. Genau dasselbe, was sie damals gesungen haben, das gilt heute auch noch.
Matthias // SL //
kommentiert am 17. Januar 2007, um 22:38 [ # ]
3@Karsten:
Ja Cozy Powell war schon toll, wobei ich finde, dass sein Stil am besten auf dem Live-Album: ‘One Night at Budokan‘ (Michael Schenker Group) zur Geltung kommt - er war schön straight.
Ian Paice ist der wilde Doktor, Phil Collins spielt auch wie ein ‘Sir’, und Tommy Aldridge spielt wie ein wildgewordener Muppet (gg). Pete York gehört auch zu den besten, alleine deswegen, weil der in verschiedenen Musikrichtungen zu Hause ist. Auch nicht vergessen möchte ich Simon Phillips, der schon seit ein paar Jahren wieder bei Toto spielt.
@Violine:
Übrigens, bevor Ian Paice mit Schlagzeug begann, spielte er Violine (s).
Joaquin
kommentiert am 20. Januar 2007, um 01:47 [ # ]
4Manchmal frage ich mich, ob es nicht die subjektive Wahrnehmung ist, welche einem da trügt. Die Helden aus der eigenen Zeit kennt man i.d.R. viel besser, als jenes, was zu der Zeit läuft, wo man selbst berufstätig ist und man kaum noch Zeit zum Musikhören hat und auch kaum gewillt ist, sich neuen Bands, Musikern und Stilen, anzuhören. Haben wir nicht selbst seinerzeit, die gleiche Laier, von den älteren uns anhören müssen, dass wir nicht wüßten, was gute Musik ist usw.? Ich denke schon, dass da viel subjektives dabei ist.
Joaquins Musikblog
kommentiert am 20. Januar 2007, um 02:37 [ # ]
5Früher war alles besser…
Ich weiß ja nicht so recht, was ich mit solchen Sprüchen und derlei Behauptungen wie “Früher war alles besser” anfangen soll.
Da ist einerseits Jawl’s Gitarrenhelden Beitrag und auch der sich darauf referrierende SiteLounge Beitrag mit dem weh…
Matthias // SL //
kommentiert am 21. Januar 2007, um 22:28 [ # ]
6@Joaquin: Dein Artikel ‘Früher war alles besser‘ nicht schlecht. Dennoch verwahre ich mich gegen eine falsche Darstellung:
Richtig, JAWLs Artikel ‘Gitarrenhelden‘ inspirierte mich zu einem eigenen. Schon in seinem ersten Satz schrieb er dort: “…nee, nicht besser, aber anders”, und etwas anderes habe auch ich in meinem eigenen Artikel nicht behauptet.
Es mag sein, dass ich heutzutage keine Musikzeitschriften lese und vielleicht auch weniger Musik höre. Trotzdem denke ich, dass ich mich nicht selbst betrüge, und mir aus objektiver Sicht eine subjektive Meinung bilden kann, und ich habe i.ü. ja auch mit Dough Aldrich einen Nachwuchs bezeigt; wogegen es viele Beispiele gibt, wo sich kein Nachwuschs erkennen lässt.
Zittat: “Oft genug hört man eh nur noch die Musik von früher und dreht das Radio ab, wenn denn neue Titel gespielt werden.”
Nein, stimmt definitiv nicht!
Mal nur so zur Information:
Von 8-16 Jahren hatte ich klassischen Klavierunterricht, höre von Jugend an bis heute gerne Rockmusik, genauso gerne aber Funk, Soul, seit einigen Jahren auch bevorzugt JAZZ; die Zeit, als ‘House’ in Discotheken Einzug fand, habe ich genossen.
Joaquin
kommentiert am 22. Januar 2007, um 01:33 [ # ]
7Ich habe dir schon mal auf meinem Blog geantwortet, deinen Artikel habe ich u.a. als Anregung genommen und nicht um dich in einen Topf mit dieser/n Pauschalaussage/n zu werfen. Das ist dann etwas falsch rübergekommen.
Sorry!
Matthias // SL //
kommentiert am 22. Januar 2007, um 14:47 [ # ]
8Ist manchmal nicht ganz einfach, ich hatte mich schon gewundert.
Sorry von meiner Seite
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